Beagle Gesellschaft Deutschland e.V.

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Unsere Beagle
Familienfreundliche Jagdhunde


Herkunft der Jagdleidenschaft

Vermutlich gehört der Beagle zur ältesten Jagdhundrasse und wird in der Gruppe der kleinen Laufhunde für die Jagd auf Niederwild, aber inzwischen auch sehr oft auf Schwarz- und Rotwild geführt. Seiner Bestimmung nach gehört der Beagle zu den Bracken.
Er ist der kleinste Meutehund der Welt und wurde ursprünglich in England speziell für die selbstständige Treibjagd auf Fuchs, Feldhasen und Wildkaninchen gezüchtet. Obgleich dem Wild an Schnelligkeit weit unterlegen, folgt er ihm dank seines vorzüglichen Geruchsinns,
trotz aller Haken, mit großer Genauigkeit und Ausdauer. Sein Geläut ist weich und trägt wesentlich zur Jagd bei.

 
Beagle am Reh
 

Aussehen

Der FCI-Rassestandard beschreibt den Beagle als einen robusten und kompakten Hund, der den Eindruck von Qualität vermittelt, ohne grob zu wirken. Beagles messen am Widerrist zwischen 33 und 40 cm. Bei dem kurzen, dicht anliegenden und wetterfesten Fell sind alle anerkannten Hound-Farben zulässig, außer „liver“ (leberfarben / schokobraun).
Die Schwanzspitze muss weiß sein.

Wesen

Der Beagle ist ein fröhlicher und bewegungsfreudiger Hund, liebenswürdig und aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlich-keit. Bei der Jagd beweist er Ausdauer und Zielstrebigkeit. Es gibt keinen besseren Anblick als einen Beagle in voller Aktion, die Nase tief auf der Fährte, die Rute steif nach oben getragen, während er sich auf die Jagd konzentrieren.
Gerade für junge Jägerfamilien mit kleinen Kindern ist er ein wundervoller Jagd- und Familienhund, gesellig in der Familienmeute sowie zuverlässig als Jagdkollege, mit unermüd-lichem Willen und Ausdauer.


Jagdeinsatz

Der Beagle ist ein nasenorientierter Treib- und Stöberjagd-Spezialist. Seine Aufgaben sind das Stöbern und Finden, die laute Verfolgung und auch mal das Stellen des Wildes.
In Deutschland wird er noch selten jagdlich geführt. Aufgrund seines Spur- bzw. Fährten-lautes und seines Finderwillens ist er jedoch hervorragend für die Stöberjagd geeignet. Seine Fähigkeit erstreckt sich auch für die Arbeiten nach dem Schuss.
Ein an die Jagd herangeführter Beagle verfolgt das Wild „spurlaut“ mit ausgeprägter Beharr-lichkeit. Ist die Jagd einmal begonnen, ist es nahezu unmöglich den Hund abzurufen. Der aus-geprägte Jagdtrieb lässt nur zwei Möglichkeiten zu die Jagd zu beenden: durch Beutemachen oder aufgrund körperlicher Erschöpfung.
Sein starker Wille zum Stück zu finden, macht den Beagle auf der Schweißfährte etwas unge-stüm. Doch bei regelmäßigem Training bleibt er auch auf der 40 Stunden alten Schweißfährte beharrlich.
Der Beagle ist kein Apportierhund, doch sein Drang nach Beschäftigung, vor allem für die Nase, eignet ihn besonders für die Arbeit auf der Schleppe. Er ist durchaus ein Kandidat für die jagdliche Gebrauchs- und Schweißprüfung.


Beaglem am erlegten Stück

Jagdliche Abteilung der BGD

Der Beagle trägt die jagdlichen Anlagen schon seit Jahrhunderten in seinen Genen. Diese Anlagen haben einen mittleren Vererbungsgrad, was bedeutet, dass die Jagdeigenschaften aber nicht bei allen Welpen/Hunden gleich ausgeprägt sind. Daher ist für uns ein praxisnaher Einsatz wünschenswert und ausreichend für eine jagdliche Anlagen- bzw. Leistungszucht.
Bei der Jagdlichen Anlagenzucht sind beide Elterntiere schussfest geprüft und haben eine Spurlautprüfung absolviert. (Spurlaut per Richternachweis bei Jagden oder Schwarzwild-gattern-Nachweis zählen ebenfalls).
Die Leistungszucht wird bei Elterntiere ausgestellt, die mindestens eine Brauchbarkeits-prüfung im jagdlichen Sinne (Stöber- oder Schweißprüfung) absolviert haben.

Jagdliche Prüfungen

Jagdliche Prüfungen stellen für Jagdhundbesitzer deren Tieren keine FCI-Ahnentafel haben, eine Herausforderung dar. In den Ahnentafeln der BGD-Beagle wird über mehrere Generationen deren Rassereinheit bestätigt, damit kann die jagdliche Brauchbarkeitsprüfung überall abgelegt werden. Bei unabhängigen Vereinen oder der Kreisjägerschaft können auch Prüfungen auf Schussfestigkeit, Spurlaut, Schweiß und Stöbern absolviert werden.
Bei der Prüfung muss der Führer des Hundes einen gültigen gelösten Jagdschein besitzen. Ohne diesen darf er den Hund selbst nicht zur Prüfung führen. Für die meisten Vorstehhunde- oder Dackelführer ist der Beagle immer noch kein „richtiger“ Jagdhund. Wenn aber das wunderschöne Geläut im Wald erklingt und der gut ausgebildete Beagle dem Vorsteher/
Dackel auf der Schweißfährte (Todsuche) den Rang abläuft, zeigt sich der wahre Jagdhund.
Die Hetz auf krank geschossene Stücke sollte man den Profis überlassen, die als „Nachsuchgespanne“ im Landkreis eingetragen sind, denn so super unsere Beagle auch die Fährte arbeiten, so kann und wird er kein Stück niederziehen und halten (wenige Ausnahmen bestätigen wohl die Regel).


Jagdpause

Kontaktadressen Jagdwesen
Bayern:
Christian Prall
Telefon: 0152 / 53724139
Rheinland-Pfalz / Ba.-Wü.:
Tim Ehrgott
Telefon: 0157 / 77251080
Nordrhein-Westfalen:
Guido Kümpel
Telefon: 0170 / 2107134
Schweiz:
Martin Lehmann
Telefon: +41 79 / 4584452


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