Beagle Gesellschaft Deutschland e.V.

Rassestandard/ Eigenschaften

Eigenschaften des Beagles

Der Beagle ist ein stets gut gelaunter Hund von sanftem, anpassungsfähigem und fröhlichem Wesen. Er ist aber auch seit jeher ein Jagdhund und wird dieser Passion nachgehen, wann immer er die Gelegenheit dazu bekommt. Der Charakter des Beagle ist von der Meutehund-Vergangenheit geprägt. Die soziale Orientierung ist die Grundlage für die hervorragende Eignung dieser Rasse zum Familienhund und einer fast grenzenlosen Kinderfreundlichkeit. Er ist selbstsicher, vital, ausdauernd und zeigt ein beträchtliches Maß an Dickköpfigkeit. Zur Wachsamkeit erzogen, wird er Außergewöhnliches vermelden, als Schutzhund jedoch ist er gänzlich ungeeignet. Der Beagle eignet sich nicht zur Zwingerhaltung. Ein einsamer Beagle langweilt sich und wird viel Schaden anrichten. Ihm fällt bestimmt immer etwas ein um seiner Langeweile zu entgehen. Sollten Sie ernsthaft daran denken sich unter die Beaglebesitzer einzureihen, dann sollte tagsüber jemand zu Hause sein, so dass der Hund immer Gesellschaft hat. Mehrere längere Spaziergänge sollten zum regelmäßigen Tagesablauf gehören, dann kann ein Beagle auch in der Wohnung gehalten werden. Auslauf und Gesellschaft sind die wesentlichsten Anforderungen, die der Beagle an seine Besitzer stellt.

Der Rassestandard des Beagle

FCI - Standard Nr. 161 /  24. 07. 2000 /  D

BEAGLE

ÜBERSETZUNG: Jochen H. Eberhardt.

URSPRUNG: Großbritannien

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 24. 06. 1987.

VERWENDUNG: Laufhund.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6   Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen.
                                           Sektion 1.3 Kleine Laufhunde.
                                           Mit Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ein robuster, kompakter Hund, vermittelt den Eindruck von Qualität ohne grob zu wirken.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist zu jagen, vornehmlich Hasen, indem er der Fährte folgt, unerschrocken, äußerst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen. Liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit.

KOPF: Von mäßiger Länge, kraftvoll ohne grob zu sein, feiner bei der Hündin, ohne Runzeln oder Falten.

OBERKOPF :
Schädel: Leicht gewölbt, mäßig breit, mit sich leicht abzeichnendem Hinterhauptbein.
Stop: Deutlich ausgeprägt, der die Distanz zwischen Hinterhauptbein und Nasenschwamm möglichst genau halbiert.

GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm: Breit, vorzugsweise schwarz, jedoch ist bei helleren Hunden eine abgeschwächte Pigmentierung statthaft; gut geöffnete Nasenlöcher.
Fang: Nicht spitz.
Lefzen: Angemessene Belefzung.
Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Augen: Dunkelbraun oder haselnussbraun, ziemlich groß, weder tief liegend noch hervortretend, ziemlich weit voneinander eingesetzt mit sanftem, gewinnendem Ausdruck.
Behang: Lang, unten abgerundet. Wenn nach vorne gezogen, fast bis zum Nasenspiegel reichend. Tief angesetzt, dünn, mit der Vorderkante anmutig an der Backe anliegend getragen.

HALS: Ausreichend lang, um dem Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Leicht gebogen, mit etwas Kehlhaut.

KÖRPER:
Obere Profillinie: Gerade und waagrecht.
Lenden: Kurz, jedoch gut ausgewogen, kräftig und biegsam.
Brust: Brustkorb bis unter den Ellenbogen reichend. Rippen gut gewölbt und gut zurückreichend.
Untere Profillinie und Bauch: Nicht übermäßig aufgezogen.

RUTE: Stark, von mittlerer Länge. Hoch angesetzt, fröhlich getragen, aber nicht über den Rücken gerollt oder vom Ansatz nach vorne geneigt. Gut behaart, besonders an der Unterseite.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND: Vorderläufe gerade und senkrecht gut unter den Hund gestellt. Gute Substanz mit runden Knochen. Die Läufe werden zu den Pfoten hin nicht schmäler.
Schultern: Schulterblatt gut zurückliegend, nicht überladen.
Ellenbogen: Fest, weder ein- noch ausdrehend. Ellenbogenhöhe ungefähr die Hälfte der Widerristhöhe.
Vordermittelfuß: Kurz.

HINTERHAND:
Oberschenkel: Muskulös.
Knie: Gut gewinkelt.
Sprunggelenk: Fest, tief angesetzt, zueinander parallel.

PFOTEN: Fest; Zehen eng aneinander liegend, gut aufgeknöchelt; Ballen kräftig. Keine Hasenpfote. Nägel kurz.

GANGWERK: Rücken gerade, ohne Anzeichen von Rollen. Frei, ausgreifend, weiter Vortritt. Gerade, ohne die Läufe hoch anzuheben; deutlicher Schub aus der Hinterhand. Hinterhandbewegung sollte nicht eng sein, Vorhandbewegung nicht paddelnd oder kreuzend.

HAARKLEID

HAAR: Kurz, dicht und wetterbeständig.
FARBE: Jede anerkannte Houndfarbe, mit Ausnahme von leberbraun. Rutenspitze weiß.

GRÖSSE :
Wünschenswerte mindeste Widerristhöhe: 33 cm.
Wünschenswerte höchste   Widerristhöhe: 40 cm.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

 

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.