Beagle Gesellschaft Deutschland e.V.

Zurück
 

Tipps zum Welpenkauf


Nehmen Sie mit mehreren Züchtern Kontakt auf. Scheuen Sie sich auch nicht davor, den Züchter vorher selbst zu besuchen. Ein seriöser Züchter wird damit einverstanden sein. Nutzen Sie die Gelegenheit auch ihm gezielt Fragen zu stellen. Er wird sich über Ihr Interesse freuen und sich ausreichend Zeit für Sie nehmen. Vor Ort können Sie sich über seinen „Zwinger“ ein eigenes Bild machen.

Ein verantwortungsvoller Züchter mit echtem Interesse am Wohlergehen seiner Hunde, wird sich auch über Ihre Lebensverhältnisse erkundigen. Haben Sie dafür Verständnis, denn er wird Ihnen keinen Welpen anvertrauen, wenn aus seiner Sicht die Haltungsvoraussetzungen nicht optimal sind. Gegebenenfalls wird er Ihnen sogar vom Kauf abraten.

Wenn Sie, vor Ort bei dem Züchter Ihrer Wahl von dem Umfeld und den Aufzuchtsbedingungen überzeugt sind, aber bei ihm gerade kein Wurf geplant ist, lassen Sie sich auf die Warteliste setzen. Wartezeit ist immer besser, als der überstürzte Kauf eines Hundes.

Und nicht zuletzt schließt er mit Ihnen einen fairen Kaufvertrag ab.

 
Beagle Cloe," Ginger´s Bright Dynasty" Kennel
 

So erkennen Sie eine gute Zuchtstätte

    • der Züchter hat sich auf eine Rasse spezialisiert
    • er hat nur einen Wurf pro Hündin im Jahr und keine 2 Würfe gleichzeitig
    • die Anzahl Stammhunde ist begrenzt, so dass er sich jedem Tier individuell zuwenden kann
    • die Zuchtanlage ist artgerecht eingerichtet und bietet den Tieren ausreichend Freiraum
    • die Hunde leben in der Familie – nicht ausschließlich im Zwinger
    • die Wurfkiste und das gesamte Umfeld sind sauber und geruchsfrei
    • alle Tiere sind gepflegt und gut genährt, die Welpen dürfen ruhig etwas pummelig sein, aber nicht unterernährt aussehen
    • die Welpen verhalten sich lebhaft und sind neugierig
    • die Mutterhündin verhält sich Ihnen gegenüber weder aggressiv noch gereizt
    • die erwachsenen Hunde zeigen keine Angst oder Reserviertheit
    • auch ältere Tiere sind in der Zuchtanlage zu sehen.

Züchter der BGD e.V. schließen mit Ihnen einen fairen Kaufvertrag ab. Zusätzlich dazu erhalten Sie in einer Welpenmappe zusammengestellt: Ahnentafel, Wurfabnahmebericht, Heimtierausweis, Futter-, Impf- und Entwurmungsplan, TASSO-Meldung, zusammen mit vielen Tipps und Ratschlägen rund um den Welpen im neuen Zuhause. Ebenso gibt Ihnen der Züchter Futter für die ersten Tage mit.

     

Hände weg !!!

Gute Zuchtstätten haben nicht das ganze Jahr über Welpen anzubieten. Vorsicht bei Welpen vom „Fließband“. Wenn nahezu ununterbrochen Nachwuchs angeboten wird, steckt gewerbliche Massenzucht dahinter– davon sollten Sie unbedingt Abstand nehmen.

Wenn Sie sich für einen Beagle-Welpen entscheiden, müssen Sie mit einem Kaufpreis bis 1000 Euro rechnen. Eine solche Einnahmequelle reizt natürlich unseriöse „Vermehrer“, Rassewelpen zum „Schnäppchenpreis“ per Inserat anzubieten.

Der Kauf eines solchen „günstigen“ Welpen, kann den Käufer letztlich teuer zu stehen kommen. Oft sind die Tiere krank, nicht entwurmt, unzureichend oder gar nicht geimpft und nicht gechipt. Arztkosten und Folgekosten können sich schnell zu einer hohen Rechnung summieren.

Hunde aus unseriösen Quellen besitzen selten Papiere und werden oftmals auch illegal aus dem Ausland eingeführt, wo bei Verpaarungen keinerlei Wert auf Gesundheit, Vitalität und Wesensfestigkeit der Elterntiere gelegt wird. Die Mutterhündin wird meist in katastrophalen hygienischen Verhältnissen gehalten und dient letztendlich nur als „Gebärmaschine“.

 

Unterstützen Sie keinesfalls derartige Praktiken.
Sie sind tierschutz-rechtlich mehr als bedenklich!


Nehmen Sie Abstand vom Welpenkauf, wenn

  • die Welpen „preiswert“ angeboten werden, weil Sie auf die Ausstellung vom Papieren verzichten,
  • die Welpen deutlich unter dem üblichen „Marktpreis“ angeboten werden,
  • die Mütterhündin Ihnen nicht gezeigt werden kann (aus welchen Gründen auch immer),
  • die Hunde ausschließlich in Zwingern leben,
  • die Welpen Durchfall haben oder unterernährt aussehen,
  • die Welpen (gegen das Gesetz!) unter acht Wochen abgegeben werden,
  • der Welpe z. B. auf einem Parkplatz übergeben werden soll.

 

Kaufen Sie niemals einen Welpen aus Mitleid –
auch nicht von unseriösen Geschäftemachern, um ihn aus diesem Umfeld zu befreien.

Sie unterstützen damit zwangsläufig die Weiterproduktion!

 

!! Lesen Sie auch hierzu die Artikel von Tasso und unterstützen Sie die Aktionen:

Wühltischwelpen - nein Danke! Gegen den Handel mit Billigwelpen.

Geschäft auf Kosten von Hund und Halter


Zurück